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Thailand Mai-Juni 2015

Hallo ihr,
Teneriffa ist Vergangenheit und mein nächstes Abenteuer steht schon wieder vor der Tür.
Morgen Montag der 18. Mai 2015, geht es wieder los, mit dem Flug nach Thailand. Es wird mein zweiter Aufenthalt bei Pascal sein, und ich freue mich riesig auf ein Wiedersehen mit seiner Familie.
Da ich dieses Mal fünf Monate bei Ihnen verbringen will, sieht meine Tagesstruktur natürlich ganz anders aus. Mehr davon dann später. Ich werde euch auf dieser Seite, wie immer auf dem Laufenden halten.

Bericht Thailand Mai – Juni 2015

ich freute mich riesig auf ein Wiedersehen mit Pascal und seiner Familie, da ich ja bei der Geburt von Emilio alle Ängste aber auch Freuden miterleben durfte, war mir der kleine Kerl ans Herz gewachsen. Da ich ahnungslos meinen Abflug auf den 18. Mai vorbereitet habe, durfte ich am IMG_2330Sonntagnachmittag sogar noch die Meisterfeier meines Herzen Klubs miterleben. Als sie dann wirklich Meister wurden an diesem Nachmittag freute ich mich riesig darüber. Danach überschlugen sich die Ereignisse, am Abend als ich noch ein Meisterbier trank, kam ein Telefon von Erna. Die mich ja begleitet auf diesem Flug. Sie fragte wo ich bleibe, ob wir in den Stau gekommen seien. Ich musste ihr dann aber sagen, dass auf meine Mail steht das der Abflug erst am 18. Mai stattfinden wird. Was dann riesige Diskussionen nach sich zog, schlussendlich habe ich wieder etwas gelernt, ich verlange ab jetzt immer und beharre auch darauf, eine Kopie der Flugzeugeunterlagen. Denn so etwas passiert mir nie mehr. Am nächsten Tag ging es wie geplant, doch noch los, sie konnten alle Flüge auf den nächsten Tag umbuchen. Was eine Meisterleistung von Roland war. So war ich einen Tag verspätet in Bangkok angekommen, wo uns Pascal empfing. Da sie in letzter Zeit mehrere Probleme hatten mit dem Inlandsflug, holte er uns ab und begleitete uns nach Nonkhai. Der Flug war o.k., ich durfte zwar nicht in der vordersten Reihe sitzen, wegen der Beinfreiheit. Da Pascal dabei war, gab es keine Probleme beim Transfer, da er Anweisungen auf thailändisch geben konnte. Diese Option war für mich die beste, denn das letzte Mal haben sie mich etwa viermal umgesetzt, was eine riesige Stress war für mich. Angekommen am Flughafen in Nonkhai, holten IMG_2439uns wieder die ganze Familie vom Flughafen ab, was immer ein tolles Erlebnis ist. Meine Anspannung wuchs von Minute zu Minute, denn ich habe die neu gebaute Anlage nur auf Fotos gesehen. Ich war begeistert von dem was ich sah, man merkt das Pascal sehr viel Wert auf (für nicht Rollstuhlfahr), Details legt, wo jemand der diese nicht kennt keine Beachtung schenken würde. Auch der Platz den man in jedem Zimmer hat, ist bemerkenswert. Ich fühlte mich von der ersten Minute sehr wohl, einige kleine Anpassungen mussten wir noch vornehmen, diese ist aber ganz normal wenn man mit dem Rollstuhl auf Reisen geht. Denn jeder Rollstuhlfahrer braucht für sich wieder ganz andere Lieblingsgriffe. Auch dass jedes Bungalow einen kleinen Vorplatz oder auch Sitzplatz hat ist natürlich spitzenmässig. Was mich aber am meisten überzeugt hat, ist das man überall auch mit dem Bett umher gestossen werden kann. D.h. wenn ich mal eine Druckstelle hätte, könnte ich mit dem Bett bis in den Esssaal gebracht werden, damit ich am sozialen Leben trotzdem teilnehmen darf. Was einem solchen Moment doch sehr wichtig ist, da man sich doch sehr verlassen vorkommt wenn man eine Druckstellen hat.

 

IMG_2401Jetzt bin ich schon eine Woche in Thailand, habe mich auch eingelebt und habe schon wieder so viel erlebt. Was ich aber unterschätzt habe, ist die enorme Hitze hier oben. Aber dadurch wurde mir wieder bewusst, wieso sie in südlichen Ländern immer eine Siesta halten. Denn bei 40° funktioniere ich nicht mehr, in solchen Situationen gibt‘s nur eins, ins Zimmer und runterkühlten. Dies funktioniert natürlich super werden wir keinen Ausflug planen, da kann ich eine Siesta über die heisse Zeit halten. Heute wollten wir am Dorffest teilnehmen, wo sie Raketen in die Luft lassen, umso die Regenzeit einzuleiten. Ich freute mich sehr auf diesen Event, den dieses habe ich das letzte Mal nicht miterlebt. Als wir alle parat waren um bei diesem Spektakel beizuwohnen, merkte ich als Pascal mich ins Tuk Tuk lud, dass die Hitze unter freiem Himmel nicht auszuhalten ist. Ich wollte aber trotzdem gehen, also fuhren wir Richtung Festgelände. Da angekommen spielte eine Band, dies war richtig gute Musik was sie zum Besten gaben. Im Vordergrund hatte es noch Tänzerinnen, dies sei gang und gäbe in Thailand versicherte mir Pascal. Nach einer halben Stunde zuschauen, startete die erste Rakete Richtung Himmel von einem wau begleitet. Dann plötzlich kam Unruhe auf, denn ein paar betrunkene fingen an sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Anscheinend sei das normal, denn die enorme Hitze zum einen aber auch der selbsthergestellte Zuckerrohrschnaps gab noch das IMG_2435seinige dazu. Innerhalb von wenigen Minuten prügelte sich die halbe Tanzbühne, bis ein Polizist einschreitete 0und die Streithähne auseinander nahm. Was auch gut so war, denn es hatte so viele Kinder und auch ältere Menschen auf dem Festgelände, dass man so etwas nicht verantworten konnte. Nach der nächsten Rakete hoffte ich, voller Freude auf den erlösenden Regen aber er kam nicht und wir packten zusammen um nicht noch mehr Sonne abzubekommen. Die nächsten 2 Stunden war ich beschäftigt mich herunter zu kühlen in meinem Zimmer, wo ich zwei Ventilatoren und ein Klimagerät aufgestellt bekam. Da dies bei mir aber mehrere Stunden andauern kann, bis mein Wärmehaushalt wieder im Lot ist, war für mich dieser Tag gelaufen. Am Abend schauten wir noch das Fussballspiel Thailand gegen Vietnam, was Thailand verdient mit eins zu null gewann, so ging wieder eine ereignisreicher Tag seinem Ende zu und obwohl die Hitze zum Teil unerträglich ist, bin ich zufrieden mit meinem Entscheid im Sommer dieser fünf Monate zu gestalten.

 

Am Samstag war noch Fussball angesagt, das letzte Spiel meines FC Basels, wo ich das ganze Spiel schauen durfte, und mich riesig freute über den IMG_2544tollen Abschied für Marco Streller. Auch das Spiel war von einem grossen Unterhaltungswert mit vielen Toren. Und die anschliessende Meisterzeremonie war auch sehr toll, so ging für mich ein toller Tag zu Ende. Zwar mit ein bisschen Wehmut, aber ich durfte schon so viele Meisterfeier miterleben, dass diese schnell verflogen war.

Langsam wollte ich mich ein bisschen besser einrichten in meinem Zimmer, denn ich brauchte unbedingt noch einen zweiten Tisch. Damit ich meinen Laptop nicht immer wegnehmen musste, wenn etwas anderes anstand. Zuallererst benötigte ich einen Kühlschrank, denn bei Tagestemperaturen von bis zu 45° brauche ich im Zimmer immer etwas Kaltes zu trinken. Also machten Pascal und ich einen Ausflug, ich kaufte mir einen Kühlschrank und einen zweiten Tisch. Da mein Darm ein bisschen strapaziert wurde, mit der Hitze undIMG_2545 dem Essen aber auch dem Eis. War dies ein guter Entscheid, da ich zwischendurch auch immer wieder etwas salziges Essen muss, damit mein Salzgehalt im grünen Bereich bleibt, war dieser Entscheid auch sehr gut. Denn wenn ich etwas gelernt habe, in dieser kurzen Zeit, man darf nichts herumliegen lassen, sonst kommen innert kürzester Zeit tausende von Ameisen auf Besuch. So muss man alles immer Weg sperren am besten in den Kühlschrank. Es war auch heute wieder so drückend heiss, dass sich jede Wette eingegangen wäre, dass ein Gewitter über uns weg ziehen wird. Wir hatten alles schön aufgedeckt und waren zum Essen bereit, dann fing es an zu Winden. Auch der Donner und der Blitz liessen nicht lange auf sich warten, wir entschieden uns im Schutz von meiner Wohnung, dass Nacht Essen einzunehmen. Es fing wie aus Kübeln an zu giessen, irgendjemand hat die schleusen aufgemacht. Bis zu diesem Moment war es noch sehr gemütlich, dann schlug der Blitz in den Strom Masten ein. Auf einen Schlag hatten wir keinen Strom mehr, die ganze Strasse war dunkel. Epel organisierte Kerzen die wir dann auf dem ganzen Tisch verteilt aufstellten, es wurde sogar noch gemütlicher ohne Licht und man konnte die Blitze noch besser sehen. Im Sekundentakt gingen sie nieder. Es war ein wunderschöner Abend, mit einem tollen Ausblick IMG_2495auf das Gewitter, der Strom kam erst wieder am nächsten Tag. Dies war aber nicht sonderlich schlimm für mich, denn das Gewitter hat die Luft so toll gereinigt und auch abgekühlt, dass ich schlief wie Emilio. Am nächsten Tag kam wie abgemacht die Frau, die mit mir das Visum beantragt. Denn ich habe mich entschieden dass ich bis nächsten April in Thailand bleiben will, d.h. nicht wie ursprünglich vorgesehen fünf Monate, sondern neuerdings elf Monate. Ich wollte zuerst einmal schauen wie mir die neue Überbauung gefallen wird und mich erst nach einer Probezeit entschliessen. Nach drei Wochen weise ich das dies ein guter Entscheid ist, aber schlussendlich kann man noch so lange pröbeln irgendeinmal muss der Entschluss fallen. Wir empfingen die Frau und ihr Fahrer, zur Unterschrift meines Vertrages, da ich meine letzten Zeugnisse allesamt schon angefordert hatte und auch jedes Dokument unterschrieben habe, kam es noch zur Geldübergabe. Thailand macht enorm viel Geld mit verteilen von Einreise Bewilligungen, aus diesem Grund gibt es auch X verschiedene Visumarten. Wir entschieden uns für ein O- Visum, das heisst ich werde angestellt von ihrer Schule als Englischlehrer. So bekomme ich ein Jahr das Visum, dies wird aber erst eingeleitet , bei der nächsten Einreise nach Thailand. D.h. ich muss das LandIMG_2526 für einen Tag verlassen und dies macht man in Thailand so mit ein Grenzübertritt nach Laos um dann einen Tag später wieder Einzelreisende und am Zoll, das O- Visum beantragen. Da ich noch nicht 50 Jahre alt bin, sei dies die einfachste Form um ein Jahr hier zu bleiben. Dafür kann ich mir die vier Flüge sparen, und den Stress beim ein und ausstecken. Obwohl ich erschrocken bin, was so ein Visum für einen freien Mitarbeiter kostet, bin ich froh dass ich dies gemacht habe. Und ich muss nicht dreimal nach Laos ein-und auswandern, sondern nur einmal was ich dann als Abenteuer deklarieren werde. Nach diesem kurzen Intermezzo dieser tafen Frau, war ich so geschaffen dass ich mich hinlegen musste. Der Rest des Tages verbrachte ich in meinem Zimmer wo ich klimatisiert an meinem Buch weiterschrieb. Unterdessen hatten wir wieder Strom, der Sturm hatte zwar so toll abgekühlt aber schlafen geht trotzdem besser mit einem Ventilator. Am nächsten Tag hatten wir abgemacht, dass wir zum Friseur fahren werden, und zwar im Seitenwagen, was für mich der längste Ausflug mit diesem Moped bedeutete. Es hat mir so gut gefallen, dass Pascal nach dem Friseur Termin mir noch das Dorf zeigte. Da er gerade nebenan sitzt, bei diesem Seitenwagen, kann man auch eine tolle Kommunikation halten, ohne sich anschreien zu müssen wie beim Tuk Tuk. Ich fühlte mich auch sehr sicher, da Pascals ruhiger Fahrstil mir sehr viel Sicherheit gab. Als ich mich hingelegte mit Klimaanlage und zwei Ventilatoren, traf mich fast der Schlag ich hatte 34° in meinem Zimmer. Ach wie schön ist es warm zu haben… .

 

Heute kamen die Dokumente von der Schule, dass ich als Freiwilliger Englischlehrer angestellt wurde. Damit steht nichts mehr im Wege, für die IMG_2577nächste Hürde. Also planten Pascal und ich einen Ausflug zur Grenze, um dort das obligate Passfoto für mein Visum zu machen. Wir trafen noch den Freund von Pascal an, der Grenzpolizist ist und uns begleitet  nach Laos. Pascal machte mit ihm am nächsten Montag ab, dann werden wir drei mit dem Bus abgeholt und über die Grenze nach Laos gebracht. Dort werden wir am Abend unsere Dokumente abgeben, danach etwas Essen gehen und in einem Hotel das Pascal von früheren Grenzübertritten kennt übernachten. Am nächsten Tag können wir die Papiere wieder abholen und ich bekomme mein Visum O, dass mir erlaubt ein Jahr in Thailand zu bleiben. Wenn wir dies haben werden wir wieder vom Bus abgeholt und ich kann dieses O- Visum in Thailand beantragen. Hört sich eigentlich ganz einfach an, aber glaubt mir, bis ich da mal durchgeblickt habe, dies ging einige Zeit. Als wir dies erledigt hatten, fuhren wir weiter ins Spital wo ich meinen Gesundheitszustand überprüfen lassen musste. Dies sei absolut kein Problem versicherte mir Pascal, als wir nach einer halben Stunde Fahrzeit endlich im Privat Spital in Udon Thani ankamen und ich meine 200 Bath, was 6 Franken sind, am Eingangschalter bezahlt hatte, sah ich die Warteschlange. Da geht sicher sehr viel Zeit verloren, zu meinem Erstaunen wurde ich nach 5 Minuten ins Ärztezimmer hinein geortet. Dort sass eine grimmige Ärztin, die absolut keine Ahnung von einer Tetraplegie hatte, ich hatte auch den Anschein, dass IMG_2580sie vom gar nichts eine Ahnung hatte. Sie konnte kein Wort Englisch, was ich eigentlich für eine Ärztin als Grundausbildung erwarte. Sie sass da und schaute die Papiere an und ich hatte sogar den Eindruck dass sie nicht einmal lesen konnte. So wurden wir wieder in die Warteschlange beorderte und hatten keine Ahnung was jetzt abging. 5 Minuten später, erwartete uns eine neue Ärztin, diese war nicht nur wunderschön sondern konnte sogar noch ein bisschen Englisch. Von ihr hätte ich mich, gerne noch ein bisschen länger untersuchenden lassen. Als sie aber mein Herz abgehört hatte, ich denke sie wollte feststellen ob ich noch lebe. Unterschrieb sie das Papier und Pascal durfte sogar noch ein Erinnerung Foto von ihr machen. Danach ging unsere Reise weiter zum neu eröffneten Einkaufszentrum, wo ich mir erhoffte meine heiss geliebten IMG_2593Snickers zu finden. Wir fanden sie und auch noch vieles mehr, so bekam ich auch noch gebratene Nüsse, auch diese wieder sehr günstig. Bevor ich 500 g nahm, durfte sogar noch ein paar probieren. Ich war begeistert von der Qualität. Danach sah ich noch eine Plastikuhr, die ich mir auf meinen Rollstuhl zu kleben erhoffte. Für drei Franken, ist dies ein gutes Experiment. Eine tolle Bäckerei hatten sie auch noch mit sehr gutaussehendem Brot, wo sich Pascal ein Leib nahm für das Morgen Essen. Es war wieder ein sehr interessanter Tagesausflug, denn ich mit Pascal machen durfte und ich habe wieder so viel über Thailand gelernt. Am Abend nach dem wir den selbst gemachten Gemüse-Kartoffel- Hähnchen Auflauf geniessen durften, kam Don noch vorbei auf ein Bier. Er ist in der Schweiz aufgewachsen, seine Mutter hat einen Schweizer geheiratet, und er spricht Schweizer Deutsch aber man merkt bei ihm an, dass er schon länger in Thailand lebt, denn sein Wortschatz ist nicht mehr so gross. Es macht auf jeden Fall Spass, sich mit ihm zu unterhalten, nachdem er gegangen ist, freute ich mich sehr auf mein Bett. So ging wieder ein ereignisreicher Tag dem Ende zu und ich freue mich schon auf den Trip nach Laos.

 

Streetparade und Raketenfest

das nächste Highlight das auf meinem Programm stand, war die Streetparade auf thailändisch. Was das Raketen Fest einläuten sollte, diese Raketen IMG_2643lassen Sie in den Himmel steigen, um so die Wolken zu sprengen damit regen fällt und so die Regenzeit eingeläutet. Wir fanden uns pünktlich mit dem Seitenwagen ein, Pascal hatte schon ein Plätzchen für zwei Rollstuhlfahrer reserviert. Wie immer wenn Pascal etwas organisiert, klappt dies auch. Wir hatten super Plätze an vorderster Front. Die Parade ging los und ich war sehr fasziniert von der graziösen Art wie diese Tänze vorgeführt wurden. Ich hätte stundenlang diesen Mädels zuschauen können bei Ihren Abhandlung der Schritte. Was mir auch aufgefallen ist, dass alle Tiere meistens Pferde mit einem riesigen Penis ausgestattet waren. Dies symbolisierte die Fruchtbarkeit des Regens, und war nachdem ich Pascal darauf aufmerksam gemacht habe, auch für mich kein Fremdkörper mehr. So sind die Thailänder sehr zurückhaltend und Scheu, um nicht sagen zu müssen verdruckt. Aber auf der anderen Seite gehen Sie IMG_2841mit der Sexualität sehr offen um, wenn es nicht um ihre eigene geht, dies ist meine bisherige Vorstellung vom Norden von Thailand. Dann gab es noch den so genannten Chaoten Trupp, diese waren auch eine Nummer für sich. Denn sie verkörperten alles was der Thailänder nicht sehen und auch nicht hören will. D.h. sie saufen und pöbeln (im guten Sinn), die Leute auf der Strasse an und geben Ihnen sinnbildlich Alkohol, damit sie aus sich hinauskommen und wirklich das Leben nicht immer so ernst nehmen. Meine Masseurin (vom letzten Jahr) war auch dabei. Das war sie, wo dreimal IMG_2708gekommen ist und nachher ich sie nie mehr gesehen habe, mehr dazu im Bericht von 2014. Irgendwie passte dieser chaoten Trupp ganz und gar nicht in diese Strassenparade, aber dies brachte Leben in die Bude. Was mir auch aufgefallen ist, dass die Menschen dort dabei war mehrheitlich Ausländer oder auch ausgewanderte Thailänder sind. Aber dies lasse ich jetzt mal im Raum stehen und ist auch nur eine Annahme von mir. Unterdessen hatte ich so heiss, und das runter kühlen mit Wasser half auch nicht mehr, dass ich Pascal fragte ob er mich nach Hause fahren könnte. Denn ich verlor langsam jegliche Kraft, die wir die gewaltige Hitze Schritt für Schritt entzog. Ich war sehr froh als ich wieder in meinem Zimmer mit Klimaanlage und Ventilator war, dieser Umzug hat mir sehr gut gefallen vor allem der Kontrast zwischen Alt traditionell und Neu chaotisch.

Am nächsten Tag fuhren Pascal und ich zum traditionellen Raketen Fest, wo jedes Jahr in Nonkai stattfindet. Bei dieser Tradition geht es wieder um dasselbe Prinzip, wie beim Dorffest in unserem Dorf, wo ich oberhalb beschrieben habe. Ausser das bei diesem eine richtige Show stattfand, und dasIMG_2893 Raketen ablassen durch einen Spezialisten vorgenommen wurde. Dies waren riesige Raketen mit von einer Länge bis zu 5 m, aber im Unterschied zu unseren, wo wirIMG_2903 am 1. August ablassen, gibt es bei Ihnen kein Farben Zauber am Schluss, sondern sie verglühen einfach so im hellen Tageslicht. Dies wäre auch nicht der Sinn der Sache, sondern dient voll und ganz dem herbeisehnen des Regens. Eine Jury benotete die ganze Sache und es gab auch eine Rangverkündigung am Schluss, wo wir aber nicht mehr mit bekamen. Von mir aus sah ich keinen Unterschied von den verschiedenen Regenmachern, aber die Menschen die auch noch auf die verschiedenen Flugkörper Wettern abschlossen, jubelten immer wieder wenn eine Rakete in den Himmel schoss. Es war auf jeden Fall wieder sehr interessant einen Einblick mehr von Thailand zu bekommen und auch ihrer Traditionen aber auch von ihrem Aberglauben und ihren Ängsten von bösen Geister mehr mit zu erfahren. Als wir diesem Treiben 1 Stunde zugeschaut hatten, ging es mit dem Seitenwagen zurück, am Strassenrand kaufte ich noch ein paar regenbringende Raketen. Nachdem Motto bringt‘s nichts schadet es nicht. Diese liessen wir dann zuhause ab, 1 Stunde später regnete es, was ich damit sagen will, eigentlich nichts. Dies war einfach nur Fakt.

Trip nach Laos

IMG_2923heute war früh Tagwache, denn um 9:00 Uhr wurden wir abgeholt von unserem Fahrer und auch der Grenzwächter war dabei. Wie immer in Thailand Muss man mit 1 Stunde Verspätung rechne, dies sei immerIMG_2974 noch pünktlich, versicherte mir Pascal. Sie wollte mich vorne auf den Beifahrersitz hineinquetschen, dies war mir zu eng für meine Füsse und ich sagte Pascal, dass dies nicht gehe. Da ich mit dem eh gerechnet habe, wusste ich auch sofort nach einer besseren Lösung. Ich erzählte ihnen dass Sie mich auf den Rückbank setzen sollen und zwar mit dem Oberkörper voran, damit ich an der Scheibe meinen Rücken habe. Ich hatte meinen Schaumstoff ja dabei, für alle fälle. Dann legte mir Pascal ein Hebe Tuch in meinen Rücken und die anderen zwei Teile unter meine Oberschenkel. Damit sie etwas zum Greifen hatten, mit diesem Tuch konnte ich mich anfreunden, denn ich kannte dieses schon von den Hebeliften. Also transferierten wir auf die Rückbank, mit dem Rücken gegen die Scheibe, dies musste natürlich gut gepolstert werden und ich verlangte noch nach meinem Kopfkissen, dieses IMG_3009legten wir noch auf mein Schaumstoff am Rücken. Unter mein Gesäss nehme ich immer mein Sitzkissen, ohne dies mache ich keine Ausflug aber auch Flug mehr mit. Dann war ich im Auto, zu meiner grossen Freude ohne irgendwo gröberes anzukommen. Wir fuhren Richtung Grenzübergang, wo wir noch stinkt Früchte kauften, dies war die Bezahlung für den Chef der thailändischen Grenzwache, so eine Art Bestechung. Zu meiner Überraschung stieg dieser an der Grenze in unser Auto ein, damit wir er sagte alles reibungslos von statten ging. Also waren wir schon zu fünft im Van und ich fragte mich schon wo wir die nächste Person einladen würden, wo auch noch etwas an mir verdienen wollte. Er war ein grimmiger Kerl, den ich alles zutrauen würde. Aber wie es in Thailand üblich ist, senkt man ein bisschen den Kopf vor älteren Menschen, um Ihnen Unterwürfigkeit zu zeigen, dies machte ich dann auch. An der Grenze ging dann wirklich alles sehr schnell von statten, da wir den Chef und einen Grenzpolizisten in unserem Auto hatten. Wir mussten nur noch unsere Pässe abstempeln lassen, damit wir beim erneuten Übertritt an der Grenze mein neues Visum beantragen konnte. Am laotischen Zoll bekamen wir wieder einen Stempel, um so die Einreise nach Laos nachzuweisen. IMG_3012Dies ging relativ schnell von statten, ich denke dies hat sehr viel mit dem Chef zu tun, er erledigte dann auch den Papierkram auf den thailändischen Konsulat. Wir haben ihn die Papiere und meinen Pass gegeben, damit er mein Visum-O beantragen konnte. Beim Grenzübergang wussten wir auch von Rechtsverkehr auf Linksverkehr wechseln. Dies machte unser Fahrer ohne mit der Wimper zu zucken. Im Normalfall geht die Visum Beantragung zwei Tage, dadurch dass wir so viel Prominenz im Auto hatten, erhofften wir dies in einem Tag durchzubringen. Wir liessen den Chef am thailändischen Konsulat raus, da er sich um den ganzen Papierkram kümmern wollte. Ich war weiterhin ein bisschen skeptisch. D.h. wir vier hatten frei und konnten uns den berühmten Tempel von Laos anschauen. Pha That Luang. Mit dem Auto durften wir durch dieses Relikt fahren, was für mich natürlich viel einfacher war als zu transferieren und in der drückenden Hitze mit meinem Rollstuhl zu fahren. Also fuhren wir gemütlich durch diese Anhäufung von Tempel, was sehr interessant war aber auch beeindruckend. Auch eine Stadtrundfahrt machte unser Fahrer mit uns, wo wir den französischen Einschlag sehr gut sahen.

Im Internet Nachgeforscht.

IMG_3050Wenn es eine Stadt gäbe, die alles verkörpert, wofür Laos steht, so wäre dies ohne Zweifel Vientiane Die Hauptstadt von Laos vereint auf geradezu ideale Weise die Geschichte von Laos: Traditionelle Tempel stehen in unmittelbarer Nachbarschaft zu französischen Kolonialbauten und verschmelzen zu einer architektonischen Einheit. Was auf den ersten Blick als konträr erscheinen mag, harmoniert in diesem laotischen Sinnbild geradezu perfekt miteinander. Pha That Luang ist ein massiver mit Gold überzogener Chedi, was in der Hauptstadt Vientiane liegt. Er ist eine wichtige Reliquie und der große Stolz von Menschen im „Land der tausend Elefanten“. Pha That Luang wurde auf der Grundlage einer alten Khmer-IMG_3055Tempel im 16. Jahrhunder gebaut. Trotz Höhen und Tiefen der Geschichte bewährt er seine einzigartige Struktur und lockt viele Besucher an.

Als uns der Chef anrief und sagte es sei alles erledigt wir können zurück an die Grenze fahren, um dort die Dokumente abzuholen, war ich immer noch ein bisschen skeptisch ihm gegenüber. Es klappte aber alles wie am Schnürchen, was doch sehr untypisch für Thailand ist. Ich war auf jeden Fall glücklich, als unser Fahrer mit dem gewollten Dokument zum Zoll hinauskam und Pascal überreichte. D.h. ich habe jetzt die Möglichkeit bei meiner nächsten Visumsverlängerung, das Dokument O zu beantragen. Den Pascal musste die ganze IMG_2966Angelegenheit immer auf zwei Tage ausdehnen, mit einer Übernachtung in Laos. Was mir aber aufgefallen ist, mit Vitamin B und ein bisschen Korruption geht in Thailand alles ein bisschen schneller und einfacher. Als wir dann in Thailand auf der Hauptstrasse fuhren, nahm uns eine Polizeikontrolle raus. Der Zöllner der bei uns im Auto sass, sah einen Freund von sich und rief ihm zu, danach wünschte uns der Polizist eine gute Heimfahrt. In diesem Moment stellte ich das Polizeiwesen von Thailand aber gar nicht in Frage, sondern war einfach nur froh mein Bett zu sehen, was ich dann glücklicherweise auch eine Viertelstunde später sah. Wie der ging ein unglaublicher Tag zu Ende, und wieder einmal mehr mit einem Happyend.


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